Castoren völlig ungesichert

Nato-Flugmanöver über Gorleben

Mit welcher Arglosigkeit die Bundesregierung das Sicherheitsrisiko weitflächiger radioaktiver Verstrahlung behandelt, zeigt sich bei dem am Dienstag gestarteten Flugmanöver „JAWTEx 2014“ der NATO, an dem 140 Kampfflugzeuge und zahlreiche weitere Waffengattungen beteiligt sind. Dabei ist mit Tiefflügen über Gorleben zu rechnen. Betroffen sein werden außerdem die Gemeinden Trebel, Prezelle, Höhbeck und Gartow.

Das atomare Zwischenlager in Gorleben umfasst über 120 Castoren, von denen einzelne ein höheres Risikopotential als die Fukushima-Katastrophe in sich bergen. Dieses Risikopotential unvorstellbarer Größenordnung lagert im Wald bei Gorleben ohne jeglichen Schutz gegen Flugzeugabstürze, oder das Verlieren von Bomben, wie es bei derartigen Manövern immer wieder vorkommt.

Dazu Andreas Kelm, Vorstandssprecher des grünen Kreisverbandes Lüchow-Dannenberg: „Atomwaffen werden vom Militär mit hohem Aufwand bewacht, für das risikoreiche Zwischenlager Gorleben reicht der einfache Werkschutz und eine Leichtmetallhalle. Dieses Missverhältnis wurde bis heute vor der Öffentlichkeit verborgen, genauso wie die Folgekosten des AKW-Rückbaus und der Atommüllentsorgung und wer diese gigantischen Kosten letztlich trägt. Die AKW-Betreiber verhalten sich dabei genauso verantwortungslos wie eine atomfreundliche Politik, die jahrelang die wahren Kosten der Atomenergie verschwiegen hat. Das NATO-Flugmanöver ist nur ein weiteres Stück Dreistigkeit gegenüber den Bewohnern des Wendlands, denen der Atommüll der anderen Bundesländer ungefragt vor die Füße geworfen wird.“

Besorgte BürgerInnen können sich an das Bürgertelefon der Luftwaffe wenden: (0800) 862 0730.

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