Staudte: Überfüllte Schulbusse nicht hinnehmbar

Die regionale Landtagsabgeordnete der Grünen Miriam Staudte hält die derzeitige Situation mit überfüllten Schulbussen aus Gründen des Infektionsschutzes für nicht hinnehmbar. „Es ist völlig absurd, dass  die Kinder in Schulbussen so dicht stehen, dass sie zum Teil bei anderen auf dem Schoss sitzen müssen, und  in den Schulen muss ein großer Aufwand betrieben werden, um die Hygienekonzepte einzuhalten. Was sollen die Kinder eigentlich von der Entscheidungsfähigkeit der Politik halten?“ Die Grünen-Politikerin begrüßt, dass der Kreisschulausschuss sich Gedanken zur Entzerrung der Busverkehre macht. „Wobei im Flächenlandkreis Lüchow-Dannenberg mit seinen langen Fahrzeiten eine Vorverlegung des Schulbeginns nicht pädagogisch sinnvoll ist.“ Staudte sieht insbesondere die Landesregierung in der Pflicht. „Es kann nicht sein, dass die Landkreise mit diesen Aufgaben allein gelassen werden.“ Daher hat die Grünen-Politikerin eine Anfrage an die Landesregierung eingereicht, um die Haltung der die Landesregierung zu dieser Situation abzufragen. „Ich bin sehr gespannt, was die Landesregierung auf die Frage, ob sie den Widerspruch zwischen den überfüllten Bussen und den Vorschriften in den Schulen  der Schülerschaft, den Eltern und der Lehrerschaft gegenüber für erklärbar und aus Infektionsschutzgründen für tolerierbar hält,“ so Staudte. Die Abgeordnete und einige ihrer Kolleginnen und Kollegen möchten wissen, in welchen Landkreisen und Städten ähnliche Situationen vorliegen. „Das ist ja kein Lüchow-Dannenberger Problem. Wir brauchen eine Lösung für ganz Niedersachsen.“ Das sieht Staudte nicht nur in einer Entzerrung der Schulanfangszeiten, mehr Fahrradstellplätzen, sondern auch im Einsatz von Verstärkerbussen. „Die Planungen zur versetzten Anfangszeiten scheinen sehr komplex zu sein und werden vom Landkreis ja auch erst für das Schuljahr 2022/23 diskutiert. Wir brauchen aber jetzt vor dem erkältungsreichen Herbst und Winter eine Lösung gegen die überfüllten Schulbusse, sonst haben wir vor den Schulen den Stau der Elterntaxis.“ Folglich wird auch die Frage nach finanzieller Unterstützung des Landes abgefragt. „Die Reisebus-Unternehmen haben doch schon angeboten einzuspringen. Es ist doch in Corona-Zeiten nicht vermittelbar, dass dort die Busse stillstehen und die Schulbusse aus allen Nähten platzen,“ meint Staudte.

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