PKA-Rückbau ist Erfolg – Grüne fordern konkreten Zeitplan

„Endlich“, die Grünen begrüßen die Ankündigung der Bundesgesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ), die Pilotkonditionierungsanlage (PKA) in Gorleben stilllegen und rückbauen zu wollen. Sowohl Dr. Ewold Seeba, Leiter der BGZ, als auch der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies (SPD) haben dies bei einem Besuch mit der Landtagsabgeordneten der Grünen Miriam Staudte vor Ort in Gorleben erklärt. Staudte, regionale Abgeordnete, bewertet dies so: „Die Ankündigung der Bundesgesellschaft, die PKA rückbauen zu wollen, ist ein Erfolg und wichtiger Fortschritt. Das bedeutet das absehbare Ende einer Geschichte von Fehlentscheidungen und Konflikten zwischen Bund und Niedersachsen bezüglich der Pilotkonditionierungsanlage. Bundesumweltminister Klaus Töpfer (CDU) hatte damals die niedersächsische Umweltministerin Monika Griefahn (SPD) gegen ihren Willen angewiesen, den Bau zu genehmigen.“ Mit der PKA sollten die hochradioaktiven Abfälle für die Endlagerung im Salzstock Gorleben umverpackt werden. Radioaktive Emissionen waren für den Normalbetrieb genehmigt. In Betrieb ist die PKA jedoch nie gegangen, dennoch verschlingt die 400 Mio. teure Anlage derzeit 8 Mio Euro an Instandhaltungskosten jährlich. Aufgrund der mit immer mehr Brennelementen bestückten Castoren, ist die PKA inzwischen nicht mehr für alle Castor-Typen geeignet. Eine Umverpackung des Atommülls der circa 1900 deutschen Castoren in der PKA, in der laut Genehmigung nur wenige Castoren pro Jahr bearbeitet werden dürften, würde laut Bürgerinitiative 300 Jahre dauern.  „Die PKA ist teuer, veraltet und würde bei anderen Bundesländern sicher trotzdem als Argument für eine Standortentscheidung für Gorleben herhalten. Das ermöglicht keine offene Standortsuche.“ 

Die Grünen fordern aber mehr Verbindliches: „Wir brauchen einen konkreten Zeitplan für die Genehmigungs-, Stilllegungs- und Rückbauschritte, so dass der Fortschritt für uns vor Ort überprüfbar ist und Verzögerungen und Blockaden sofort erkannt werden können,“ so die Grünen-Abgeordnete Staudte. 

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