Grüne: Otte-Kinast verunglimpft Lehrer und Kirche

Die Grünen schütteln über Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) nur noch den Kopf.  Nachdem die niedersächsische Ministerin auf ihrer Sommerreise im vergangenen Jahr Milchviehhalter in Weser-Ems gegen sich aufgebracht hatte, nachdem sie Weidehaltung bei einem Besuch eines Betrieb mit ganzjähriger Stallhaltung  als „Folklore“ bezeichnet hatte, löst die Ministerin nun mit neuen Äußerungen Empörung aus.

Bei einem Besuch in Lüchow-Dannenberg hat sie sich nun dahingehend geäußert, dass die Vermittlung des Bildes der Landwirtschaft in der Öffentlichkeit ´keinesfalls Lehrern überlassen werden dürfe`. Sie wurde in der Elbe-Jeetzel-Zeitung mit den Worten zitiert: „Die meisten sind Vegetarier, und das, was sie über Landwirtschaft verbreiten, ist oftmals dramatisch.“ Auch in der die Kirche lasse man laut Otte-Kinast oftmals kein gutes Haar an den Landwirten.  Die Landtagsabgeordnete der Grünen Miriam Staudte kontert: „Wir haben also kein Problem mit Insektensterben, Antibiotika-Resistenzen, Glyphosat und Tierleid im Kastenstand, das sind nur die vegetarischen Lehrer und Pastoren, die ein falsches Bild der Landwirtschaft vermitteln. Der Landwirtschaft ist nicht geholfen, die Probleme zu leugnen und Lehrerinnen und Lehrer oder Pastoren als Sündenböcke anzuprangern. Man muss die Probleme, in die die Landwirtschaft durch die fehlgeleitete Politik des ´Wachsens oder Weichens´ geführt wurde, in ihrer Komplexität erkennen und sie dann lösen.“ Wenn man in West-Niedersachsen ein Problem mit zu viel Gülle habe, könne man doch als Ministerin nicht anfangen, Vegetarier zu verunglimpfen. „Wenn alle bereit wären für Lebensmittel so viel auszugeben wie Vegetarier und Veganer, hätte die Landwirtschaft auch keine Geldsorgen.“  

Es sei auch  bezeichnend für Otte-Kinasts Nicht-Handeln, jetzt lapidar zu verkünden, über Glyphosat `müsse man nicht mehr sprechen, das Thema sei durch´ wie Otte-Kinast dies gegenüber den Geschäftsführern des Bio-Mosterei Voelkel verlautbarte. „Wo ist denn ihr Handeln als Ministerin diesbezüglich? Fördert sie die mechanische Bodenbearbeitung oder andere alternative Methoden? Nein, sie legt die Hände in den Schoss und wartet darauf, dass Glyphosat durch ein anderes Pestizid ersetzt wird,“ schimpft Staudte. Die Fraktionsvorsitzende der Landtagsgrünen Anja Piel fordert Ministerpräsidenten Stephan Weil auf, die Ministerin zur Ordnung zu rufen.

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