Verpressung von radioaktiven Schlämmen in Wustrow

Anzeige_22092017Aspekte der Erdgasförderung im Raum Luckau-Wustrow-Lemgow

Veranstaltung am 22.09.2017 um 19:00 Uhr im Ratskeller Lüchow (Wendland)

Mit Miriam Staudte (MdL) und Bernd Ebeling (Diplom-Ingenieur)

Giftige Auswirkungen der Erdgasförderung im Wendland

Im Wendland wurde ab 1966 Erdgas aus ca. 3.500 m Tiefe gefördert. Die 16 Erdgasfördersonden befanden sich in den Gemeinden Clenze, Luckau, Lüchow, Lemgow und Wustrow. Nur wenige Menschen wissen, dass mit dem Erdgas und salzigem Lagerstättenwasser giftige Schwermetalle (Quecksilber, Blei, Cadmium usw.), Kohlenwasserstoffe (Benzol) und radioaktive Stoffe aus der Tiefe nach oben gefördert werden.

Wo sind diese gefährlichen Abfälle geblieben?

Bohrschlämme und die viel giftigeren Produktionsschlämme der Erdgasreinigung wurden in Schlammgruben verklappt, an ca. 12 Standorten im Landkreis Lüchow-Dannenberg. Da fast alle Gruben undicht sind, werden Grundwasser und Boden auch heute noch verschmutzt. Die beiden größten Schlammgruben befinden sich 300 m östlich von Luckau sowie zwischen Güstritz und Satemin. Radioaktive Schlämme wurden beim Rückbau des Wustrower Erdgasfeldes in zwei Erdgasförderbohrungen (Wustrow Z 10 und Z 16) bei Blütlingen sowie zwischen Nauden und Wustrow in 2.200 m Teufe verklappt.

Welche Gefahren gehen von diesen Altlasten der Erdgasförderung aus? Zum Thema tragen vor:

  • Bernd Ebeling, Diplomingenieur, beschäftigt sich seit Jahren mit den schädlichen Auswirkungen der deutschen Erdgasförderung
  • Miriam Staudte, Landtagsabgeordnete Bündnis 90/Die Grünen

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