Wendlandgrüne begrüßen die Übernahme der Zwischenlager durch den Bund

Eine Kreismitgliederversammlung der Wendlandgrünen fiel auf den 1. August, den Tag, an dem die Verantwortung für das Zwischenlager in Gorleben von der GNS in die Verantwortung des Bundes überging. Darin sehen die Wendlandgrünen eine Chance für eine Verbesserung in Bezug auf mehr Sicherheit und Transparenz.
Bedenklich stimme, dass sämtliche Posten in der neuen Gesellschaft an ehemalige Mitarbeiter der GNS vergeben wurden. „Es ist dringend notwendig, dass Personal mit dem Blick von außen auf Strukturen und den Umgang mit den Vorkehrungen zur Sicherheit vom BUMB in zentralen Funktionen eingesetzt werden“, sagt Asta von Oppen als atompolitische Sprecherin der Wendlandgrünen. Gerade habe die GNS noch gegen die Anforderungen an die verbesserte Überwa-chung der Fässer, die das niedersächsische Umweltministerium angeordnet hatte, geklagt.
Es müsse jetzt darum gehen, eine ganz neue Sicherheitskultur einzuführen, die die Wechselwirkung von möglichen technischen Mängeln, Verwaltung und menschlichem Handeln im Blick hat. Während die Unternehmenskultur der GNS als Tochter der Elektrizitätsunternehmen davon gelei-tet war, die Aktionäre finanziell möglichst wenig zu belasten, müsse jetzt der Schutz der Bevölkerung an oberster Stelle stehen.
Außerdem war der Bundestagswahlkampf Thema auf der Mitgliederversammlung. Julia Verlinden betonte, wie wichtig diese Bundestagswahl ist: Dringend müsse der Kohleausstieg beschlossen werden, der Filz zwischen Autokonzernen und schwarzroter Bundesregierung ein Ende haben und politische Rahmenbedingungen für eine zukunftsfähige Mobilität gesetzt werden. Seit neun Jahren sind die Treibhausgasemissionen in Deutschland nicht gesunken.
Sie freue sich, dass der Fraktionsvorsitzende der grünen Bundestagsfraktion, Dr. Anton Hofreiter am Samstag, 19. August in den Landkreis komme, um sich über Naturschutzprojekte zu informieren und ins Gespräch mit den Menschen zu kommen. Ab 20 Uhr liest er aus seinem Buch „Fleischfabrik Deutschland“ im Rosenhof in Göttien.
Eine Solidaritätsadresse für den in der Türkei verhafteten Peter Steudtner wurde auf den Weg gebracht.
Asta von Oppen und Eike Weiss wurden gewählt, um die Wendlandgrünen bei der bevorstehenden Delegiertenversammlung auf Landesebene zu vertreten. Dort geht es bereits um die Landtagswahl, die zu Beginn des neuen Jahres stattfindet.
Mehr Transparenz und Informationen zur Breitbandversorgung halten die Wendlandgrünen für dringend erforderlich.

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