Regierung muss Erdgasbohrungen in Schutzgebieten und Fracking verbieten

Zum weltweiten Anti-Fracking-Tag am 13. Oktober 2018 erklärt Julia Verlinden, Sprecherin für Energiepolitik und grüne Bundestagsabgeordnete für Nordost-Niedersachsen:

„Die Bundesregierung verschließt die Augen vor den Problemen und Gefahren der Gas- und Ölförderung. Seismische Erschütterungen, unsanierte Bohrschlammgruben und erhöhte Krebsraten verunsichern und belasten auch hierzulande die Menschen. Derzeit ist es sogar noch erlaubt, in Wasserschutzgebieten und Naturschutzgebieten nach Erdgas und Erdöl zu bohren. Solche Bohrungen in Schutzgebieten, wie sie von Erdgas-Unternehmen in Niedersachsen geplant sind, müssen untersagt werden. Umwelt und Gesundheit müssen Priorität gegenüber den Gewinninteressen von einzelnen Unternehmen haben.

Auch Fracking ist in Deutschland nach wie vor erlaubt, obwohl eine Mehrheit der Bevölkerung diese Fördermethode für Erdöl und Erdgas ablehnt. Ein ausnahmsloses Fracking-Verbot ist nicht nur zum Schutz von Umwelt und Gesundheit, sondern auch energie- und klimapolitisch überfällig. Wir Grüne haben deshalb erneut einen Antrag in den Bundestag eingebracht, in dem wir die Regierung auffordern, Fracking und gefährliche Bohrungen in Schutzgebieten zu unterbinden.

Egal ob in Pennsylvania, Nova Scotia oder Niedersachsen: Fracking ist klimapolitisch nicht vertretbar und riskant für Umwelt und Gesundheit. Weder die Bundesregierung noch staatliche Banken wie die KfW sollten Mittel bereitstellen, die den Import von gefracktem Erdgas nach Deutschland fördern. Stattdessen muss die Bundesregierung endlich überzeugende Strategien vorlegen, wie der Ausstieg aus Kohle, Erdöl, Erdgas und Atom in der Energieversorgung erreicht werden kann.

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