120 km lange Menschenkette zwischen Krümmel und Brunsbüttel
PRESSEMITTEILUNG von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Landesverband Niedersachsen
Nr. 13
Datum: 25. April 2010
Atomkraft? Nein Danke!
120 km lange Menschenkette zwischen Krümmel und Brunsbüttel
Unter dem Motto "KETTENreAKTION": Atomkraft abschalten!" sind am
(gestrigen) Samstag 120.000 Menschen gegen die schwarz-gelben Pläne für
Laufzeitverlängerungen auf die Straße gegangen. Mit einer 120 Kilometer
langen Menschenkette zwischen den Pannenreaktoren Krümmel und Brunsbüttel
setzen die AtomkraftgegnerInnen und -gegner zwei Tage vor dem Jahrestag
der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl am 26. April ein deutliches Zeichen
für das Ende der Atomenergie und für den konsequenten Umstieg auf
erneuerbare Energien.
„Wir freuen uns, dass das breite Bündnis der verschiedenen Verbände,
Initiativen und Organisationen zu einem so großen Erfolg geführt hat.
Gemeinsam haben wir es geschafft, die Kette pünktlich um 14:30 Uhr zu
schließen“, so Anja Piel, niedersächsische Landesvorsitzende von BÜNDNIS
90/DIE GRÜNEN. „Das ist eine Ohrfeige für die atompolitischen Irrläufe der
schwarz-gelben Bundesregierung. Ihr sollte klar sein, dass bei einem
"Weiter so" mit ständig wachsendem und generationsübergreifendem
Widerstand zu rechnen ist", betonte Piel. Allein aus Niedersachsen waren
rund 50 Busse mit „grüner Beteiligung“ zur Menschenkette gefahren.
Mit der Menschenkette hätten die Demonstrantinnen und Demonstranten eine
der größten Protestveranstaltungen gegen Atomenergie in der Geschichte der
Bundesrepublik auf die Beine gestellt, so die Co-Vorsitzende Stefanie
Henneke: „Es ist hinlänglich bekannt, dass sich zwei Drittel der Deutschen
gegen Laufzeitverlängerungen aussprechen. Auch der letzte Atomlobbyist
sollte endlich die Erneuerbaren Energien als Grundlage der
Energieproduktion zu akzeptieren.“ Angeheizt werden die Proteste nicht nur
durch die ständigen Vorstöße der Energieversorger für
Laufzeitverlängerungen, sondern auch durch die noch immer ungeklärte
Endlagerfrage und die Skandale um die Asse und Gorleben.
--
Katja Sauer
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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